Events mit Amnon Darsa im April 16 / 02.04. und 03.04.16

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Wann endet Krav Maga?

Zugegeben, eine etwas reißerische Überschrift, aber mit realem Hintergrund.

Beobachtet man einen typischen Unterricht für Selbstverteidigung, dann sieht der geneigte Beobachter meist folgendes: Der Trainer erklärt das Problem, anschließend zeigt er zeigt die Lösung in Form einer Technik. So weit, so gut. Was er nicht zeigt (oder vielleicht nur erklärt) ist, wie es nach der hoffentlich erfolgreichen Verteidigung weitergeht. Das überträgt sich dann auf das Handeln seiner Schüler. Der Schüler wiederholt das, was der Trainer vormacht. Was der Trainer nicht vormacht, macht der Schüler nicht nach.

So erlebt man, dass Schüler reihenweise nach einer geglückten Verteidigung einfach am Endpunkt der Verteidigungshandlung verharren und Ausschau nach „wer weiß was“ halten. Sicher wäre es klüger, die Beine in die Hand zu nehmen und den Ort des misslichen Erlebnisses schnellstmöglich zu verlassen – instinktiv die richtige Handlung, evolutionär der einzige Grund, warum wir heute überhaupt noch existieren. Und auch bei objektiver Betrachtung meist das rechtlich sichere Ende einer Notwehrhandlung.

Der Selbstverteidigungstrainer jedoch erklärt seinem Schüler, er hätte nun nach erfolgreicher  Verteidigung (was ist in dem Zusammenhang erfolgreich?) nach anderen Gefahren Ausschau zu halten. Warum sollte er sich an diesem eindeutig unsicheren Platz nach weiteren Gefahren umsehen, wenn er die Option hat, diesen zu verlassen und sich so möglichen weiteren Angriffen zu entziehen? Warum sollte er Zeit verschwenden?

Mag sein, dass diese Herangehensweise dem militärischen Hintergrund des Krav Maga geschuldet ist. Ist man als dienstlich Bewaffneter beruflich unterwegs, stellt es häufig keine Option dar, sich aus dem Staub zu machen. Hierfür ist es dann auch legitim (und derjenige ist auch legitimiert), sich wie oben beschrieben zu verhalten. Für Zivilisten kann jedoch nur gelten: Schnellstmöglich vom Acker!

Das sollte beim Training immer mit geübt werden, denn nur dann verdient das Training das Prädikat „Realistisch“. Hier kommt es dann auf richtiges Verhalten (wo ist der kürzeste und sicherste Weg, gibt es Hindernisse) an, auf die Fähigkeit, sich schnell entfernen zu können (einfach: in einem unbekannten Zeitraum schnell laufen können) und auch auf das Training der entsprechenden soft Skills wie Aufmerksamkeit, Sensibilität für die Situation und Stressresistenz.

Um zum Abschluss wieder zum Anfang zu kommen: Krav Maga als Synonym für eine Verteidigungshandlung endet dann, wenn der Angegriffene in Sicherheit ist. Für alle, die mit diesem Begriff nichts anfangen können: Sicher ist ein Platz dann (intuitiv), wenn Ihr Euch dort schlafen legen würdet.

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Unser Training

Wir sind die Sparte Krav Maga Selbstverteidigung des Polizeisportverbandes Erfurt (PSV). Unsere Trainingsgruppe ist Mitglied von Krav Maga Core (KMC).

Trainingszeiten

Dienstag         von 18.00-19.30 Uhr

Donnerstag    von 18.00-19.30 Uhr

Der Trainingsort ist die PSV-Vereinsanlage in Erfurt, Stotternheimer Platz 22 (Sulzer Siedlung).

Benötigt werden zu Beginn des Trainings ein Zahnschutz sowie ein Tiefschutz.

Wenn Ihr Interesse an einer kostenlosen Probewoche oder Fragen zum Mitgliedsbeitrag, zum Training oder zu unserer Sparte habt, schreibt unserem Spartenleiter Steffen Leder eine E-Mail unter LestatNoir@t-online.de.

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